Hackbraten-Zubereitung

Zubereitung

Aus der Zubereitung des Hackbratens wollte ich mich ja eigentlich im Wesentlichen heraushalten, da die Intention dieser Seite durchaus eher auf der Optik liegt. Selbstverständlich ist mir der Geschmack nicht egal – soll ja auch in dieser Hinsicht immer zu 100-Pro passen (und es hat sich bis jetzt auch niemand beschwert). Naja – ausser es war mal zuviel Knoblauch dranne… Hab ich im Übrigen nie so empfunden! ;-) Auf vielfachen Wunsch werde ich mich nun daher auch der Zubereitung widmen – sprich einigen Tipps, welche Zutaten, Dosierung (naja – in Grenzen…) usw. betreffen.

Eines vorab: 100g hiervon, 250g davon werdet ihr bei mir nicht finden. Jeder meiner Hackbraten ist individuell – frei Schnauze erstellt. Ich würze ihn, wie mir gerade so ist. Trotzdem habe natürlich auch ich gewisse “Grundregeln”.

Zunächst mal möchte ich einem jeden die Angst davor nehmen, dass der Braten nicht durch werden könnte. Ich verwende für die hier vorgestellten Kreationen durchschnittlich 1,5 bis 2kg Hackfleisch. Wenn ich je ein Problem mit der Garung hatte, dann war der Hackbraten eher zu trocken. Nicht durch hat’s noch nie gegeben!

Weiterhin lasse ich das (rohe!) Hackfleisch / Gewürzgemisch einen Tag lang im Kühlschrank ziehen. Das setzt natürlich voraus, dass auf der im Sonderangebot gekauften Packung nicht das MHD von heute steht. Mehr als einen Tag geht so oder so nicht. Aber damit die Basis gut durchziehen kann, sollte ein Tag Ruhen im Kühlschrank schon sein.

Wir gehen hier einfach mal von 2kg Hackfleisch aus. Diese sind bei 180° – 200° locker in ner Stunde gar. Ich lass den Hackbraten dann noch mal gut ne viertel Stunde bei ausgeschaltetem Herd ruhen. Länger garen (ausser mit weniger Temperatur) ist Mist – garantiert!

Soweit zur grundsätzlichen Zubereitung.

Alles andere ist Geschmacksache und genau aus diesem Grunde hätte ich mich auch zu gerne um dieses Thema gedrückt. Trotzdem hier ein paar Empfehlungen – eben nach meinem Geschmacke.

Die folgenden Empfehlungen beziehen sich auf 500g Hack. Bei einem Kilo entsprechend verdoppeln usw…

  • 2 nicht zu kleine Zwiebeln
  • 2 Knoblauch-Zehen (gerne mehr – kommt aber eben auch auf’s Klientel an…)
  • italienische Kräuter – kann auch aus dem Tiefküher sein, z.B. von Dr. Oetkar
  • einheimische Kräutermischung (Schnittlauch, Petersilie etc.)
  • ordentlichen Pfeffer (Chayenne, Steakpfeffer – nicht irgendwelchen “Mist”)
  • 2 Eier
  • Sellerie-Salz
  • süßes Paprika-Pulver
  • 2-3 Salbei-Blätter
  • Curry (nicht zu viel!)
  • “normales” Salz
  • 2 Scheiben zerbröseltes Toastbrot (können auch altbackene Brötchen sein)
  • Semmelbrösel (Paniermehl geht notfalls auch)
  • 1-2 Esslöffel Senf
  • 1-2 Esslöffel Creme Fraiche (Schmand geht auch)
  • etwa 1/2 rote oder gelbe frische, gewürfelte Paprika (grün geht für mich gar nicht, weil zu bitter)
  • UND – jetzt kommts: 1-2 Schnapsgläser eines guten Kräuterlikörs!
    Das muss nicht Ramazotti sein – Fläminger, Babajaga oder Wurzelpeter sind völlig okay!

Die Dosierung ist halt so eine Sache. Wie gesagt – hier hab ich kein Geheimrezept und verlasse mich immer auf meinen Geschmack. Bisher hat sich das bewährt. Ich taste mich immer erst mal ran nach dem Motto “weniger ist mehr”. Dann Stück für Stück die Dosis erhöhen, andere kosten lassen – GANZ WICHTIG!! Und immer im Hirn behalten, dass es am nächsten Tag um einiges intensiver schmecken wird. Wenn ihr am nächsten Tag immer noch nicht zufrieden sein solltet, könnt ihr immer noch nachwürzen…

Der Hackbraten selbst ist aber immer nur die eine Seite der Medaille. Sehr wichtig ist mir immer auch die Deko (die größtenteils meine Frau übernimmt). Bewährt haben sich diverse Artikel von Haribo wie Bunte Lakritz Vampire (je nach Anlass), Lakritz Schnecken, Lakritz Konfektstangen aber auch Schaumzucker sowie Kaugummi – am liebsten Wrigley Airwaves (lassen sich aufgrund ihrer Form sehr gut auf Zahnstocher pinnen und es gibt sie in verschiedenen Farben).

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